Zum 1. September 2026 soll endlich eine Katzenschutzverordnung kommen. Das ist richtig, notwendig und längst überfällig.
Wir wissen doch alle: Die unkontrollierte Vermehrung von Katzen führt zu unterernährten, kranken und verletzten Tieren mit Parasitenbefall.
Wer dieses Leid verhindern will, kommt an einer Kastrationspflicht für Freigängerkatzen sowie einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht nicht vorbei.
Doch auch unsere heimische Tierwelt leidet unter einer zu großen Zahl freilaufender Katzen, denn Katzen sind erfolgreiche Jäger.
Zahlreiche Vögel, aber auch Reptilien und Nagetiere werden von ihnen erlegt.
Die Lösung ist klar: Die Kastration von Freigängerkatzen sowie ihre Kennzeichnung und Registrierung mittels Mikrochip.
Warum erst jetzt?
Genau diese Forderungen lagen bereits 2021 und 2023 auf dem Tisch. Die AfD beantragte damals eine Katzenschutzverordnung mit im wesentlichen denselben Bausteinen, die nun von der Stadt Hagen vorgestellt werden. Die Anträge wurden jedoch abgelehnt.
2023: Antrag zur Tagesordnung des Rates der Stadt Hagen am 23.03.2023 / Katzenschutzverordnung
2023: unser Statement zur den Ablehnungen mit allen Hintergrundinformationen Es kann nicht sein, was nicht sein darf oder die Brandmauer gegen den Sachverstand.
Das wirft eine berechtigte Frage auf: Hätte man den Katzen in Hagen nicht bereits Jahre früher helfen können?
Sollten Kommunalpolitiker Anträge nicht ausschließlich nach ihrem Inhalt bewerten statt nach ihrem Absender?
Offenbar entscheidet über die Zustimmung zu einem Antrag häufiger die politische Herkunft des Antragstellers als der Inhalt des Antrages.
Das ist ein politisches Armutszeugnis.
Wer aus parteipolitischen Gründen sinnvolle Lösungen verhindert, schadet nicht der AfD, sondern den Tieren, den Tierheimen und letztlich auch der Stadtkasse.
Gleichzeitig wird das große ehrenamtliche Engagement der Tierschützer nicht ausreichend gewürdigt.
Gute Politik erkennt gute Ideen an, unabhängig davon, wer sie einbringt.
Schlechte Politik erkennt gute Ideen erst dann an, wenn sie aus den eigenen Reihen oder von der Verwaltung kommen.
In Hagen sind dadurch Jahre für den Katzenschutz verloren gegangen. Das sollte allen Beteiligten zu denken geben.
Eva-Maria Fischer